ETSV OFFENBURG HOCKEY
ETSV OFFENBURG HOCKEY

Chronik des Hockeysports in Offenburg

Im Jahre 1919 wurde die Hockeyabteilung des Turnvereins durch Professor Dr. Wiedemann von der Schillerschule ins Leben gerufen. P. Rohrmann war der erste Abteilungsleiter. Mit Elan ging man daran, Tore zu bauen, Schläger und Bälle zu kaufen um das Training aufnehmen zu können. Unter großen finanziellen Opfern der Spieler wurden alle benötigten Geräte beschafft und man bereitete sich auf das erste große Spiel vor, das am 15. Juni 1920 stattfand.
Im gleichen Jahr begann man mit der Gründung einer Mädel- und Damenmannschaft. Zunächst beschränkte man sich auf eifriges Training, denn noch gab es keine Gegner im südbadischen Raum.


Die Offenburger Hockeyabteilung bemühte sich auch mitzuhelfen, dass in den Städten Konstanz, Gernsbach, Lahr, Baden-Baden, Lörrach und Villingen Herren- und Damenmannschaften ins Leben gerufen wurden.
Vom Jahr 1930 an war Richard Hack Abteilungsleiter. Er war nicht nur ein eifriger Spieler, sondern er verstand es auch, die Abteilung mustergültig zu führen und war immer bestrebt, viele Jugendliche dem Hockeysport zuzuführen. Mit seiner Einberufung zum Kriegsdienst wurde auch der Spielbetrieb der Hockeyabteilung eingestellt.

 

Im Jahr 1950 kam mit Georg Gehl ein beherzter Mann, der die Hockeyabteilung wieder ins Leben rief. In dieser Zeit war es schwierig, an die benötigte Ausrüstung heranzukommen, so daß man mit nur 4 Schlägern das Training aufnehmen konnte. Innerhalb von zwei Jahren stand wieder eine Jugendmannschaft auf dem Platz, die 1953 erstmals von sich reden machte. Bei einem internationalen Turnier in Freiburg wurde unter 25 Teilnehmern ein hervorragender dritter Platz belegt. Die Hockeyspieler zeigten sich schon damals als reiselustiges Völkchen, denn neben den Spielen in der näheren Umgebung wurden Freundschaftsbegegnungen im gesamten süddeutschen Raum ausgetragen.

 

Im Jahr 1956 verließ Georg Gehl Offenburg, und die Hockeyabteilung stand ohne Leiter da. Gerd Forstmeier führte die Abteilung in der Übergangszeit, bis im gleichen Jahr Paul Aprill dazustieß. Mit ihm kehrte ein Pionier des Offenburger Hockeysports in die Abteilung zurück. Gustav Herd, der bereits seit der Gründung im Jahr 1919 mit dem Hockey verbunden war, übernahm für ein Jahr die Abteilungsgeschäfte und wurde 1957 von Manfred Bueble abgelöst. Dieser hatte es nicht leicht, denn schon ein Jahr später wurde die Mannschaft, bedingt durch Auswärtsstudium und berufsbedingte Unabkömmlichkeit, auseinandergerissen. Bueble war ohne Unterstützung älterer Spieler und mußte in den kommenden Jahren auf sich alleine gestellt die Aufgaben bewältigen. Anfang 1962 drohte der Mannschaft die Auflösung, denn es standen nicht mehr genügend Spieler zur Verfügung.


Durch die Aktivität der Geschwister Jost kam deren Vater zur Hockeyabteilung und unterstützte Manfred Bueble in seiner Arbeit. Nach kurzer Zeit war wieder reges Leben in der Abteilung und der Spielbetrieb konnte mit 4 Mannschaften wieder aufgenommen werden. 1963 übernahm Joseph Jost die Abteilung und Manfred Bueble wurde zum Ehrenabteilungsleiter ernannt. 1967 wurde Bueble auf Grund seiner Verdienste um den Hockeysport vom Badischen Hockeyverband mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.


Joseph Jost wurde bereits 1963 als 2. Vorsitzender des Südbadischen Hockeyverbandes berufen und war von 1967 bis 1971 dessen 1. Vorsitzender. Seine Frau Berta bekleidete in dieser Zeit das Amt der Mädchen- und Damenwartin in Südbaden.


Im Rahmen der Oberrheinmesse begann man 1964 mit dem internationalen Messeturnier. Insgesamt wurden 16 Turniere durchgeführt, die im In- und Ausland teilweise so großen Anklang fanden, dass infolge der Meldezahl nicht alle Mannschaften teilnehmen konnten. Parallel zu dem Feldturnier fanden in der Fastnachtszeit die beliebten Hallenturniere statt, bei denen der Spaß und die Kameradschaft im Vordergrund standen. Leider mussten diese beliebten Turniere 1979 eingestellt werden, da der Punktspielbetrieb immer größeren Umfang annahm, und die Mannschaften deswegen teilweise nur noch mit Reisemannschaften teilnehmen konnten.
Die Abteilung verfügte in den siebziger Jahren über ausgezeichnetes Spielermaterial und konnte besonders im Hallenhockey beachtliche Erfolge erzielen. Herausragend waren die Mädchen, die drei Jahre hintereinander badischer Hallenmeister wurden.


1971 legte das Ehepaar Jost aus gesundheitlichen Gründen seine Ämter nieder und Klaus-Peter Schöne übernahm das Amt des Abteilungsleiters. In den vier Jahren seiner Amtszeit konnte der Aufwärtstrend der Abteilung fortgesetzt werden, denn die Mannschaften spielten teilweise in den höchsten badischen Spielklassen. Auch freundschaftliche Begegnungen wurden in den 70er Jahren sehr gepflegt, und Hockeyreisen durch ganz Deutschland (u. a. Berlin und Flensburg) und ins benachbarte Ausland standen regelmäßig auf dem Programm. Wegen dieser Begegnungen gibt es immer noch gute Verbindungen zu den alten Hockeyfreunden.


1975 übergab Klaus-Peter Schöne aus beruflichen Gründen die Abteilungsleitung an Heinz Fischer. Dieser fand in Barbara Garbe wertvolle Unterstützung bei der Jugendarbeit. Unter ihrer Leitung fanden über die Städtische Sportwoche viele Jugendliche den Weg zur Abteilung und stehen teilweise heute noch dem Verein zur Verfügung.
Heinz Fischer verstarb 1976 und Bernd Bohnert übernahm kommissarisch die Abteilung. Bei der Jahreshaupt-versammlung 1977 wurde er in seinem Amt bestätigt und übte es bis 1988 aus. In dieser Zeit war ein Auf und Ab der Abteilung zu verzeichnen, denn durch die Abwanderung einiger Leistungs- und Funktionsträger zu anderen Sportarten oder anderen Vereinen stand 1981 nur noch eine Handvoll Aktiver zur Verfügung. Zusammen mit Walter Gloor, der ab 1977 als Sportwart tätig war, wurde die Vereinsarbeit bewältigt, aber 1983 konnte für den Spielbetrieb nur noch eine Jugendmannschaft gemeldet werden. Erst 1984 wurde mit einigen Rückkehrern und den inzwischen für Erwachsenen-mannschaften spielberechtigten Jugendlichen im Erwachsenenbereich wieder eine Mannschaft gemeldet, und unter der Trainingsleitung von Harry Hölzer stellten sich auch bald wieder Erfolge ein.


Ebenfalls 1984 nahm erstmals eine Seniorenmannschaft an den Badischen Hallenmeisterschaften teil, und seitdem ist es gelungen, regelmäßig eine Mannschaft zu diesem Wettbewerb zu melden.


Im Jahr 1986 stieg Klaus Schlotter in die Jugendarbeit ein. Durch regelmäßige Aktionen an den Offenburger Schulen und bei der Sportwoche gelingt es ihm immer wieder, Jungen und Mädchen für den Hockeysport zu begeistern, so daß im Jugendbereich immer Nachwuchs vorhanden ist. Leider gelang es auch ihm nicht, trotz größtmöglichem Einsatz, Mädels oder Jungs innerhalb einer Altersklasse zu finden, so dass die Jugendlichen überwiegend außer Konkurrenz an den Meisterschaften teilnehmen mussten.


1988 stellte Bernd Bohnert sein Amt zur Verfügung und wurde durch Bodo Butz an der Abteilungsspitze abgelöst. Dieser musste nach 2 Jahren aus beruflichen Gründen bzw. Umzug als Abteilungsleiter zurücktreten und übergab sein Amt an Christian Krause.


1993 wurde erstmals ein Seniorenturnier für Kleinfeldmannschaften, zur Erinnerung an die verstorbenen Mitglieder der Hockeyfamilie Jost (Joseph sen., Bertra, Joseph jun. und Anita) durchgeführt. Es erfreute sich steigender Beliebtheit und zieht bis heute Senioren, Alte Herren und Mixed-Mannschaften aus Nah und Fern nach Offenburg. Gerade bei diesem Turnier, wo Spaß und Freude im Vordergrund stehen, werden die freundschaftlichen Beziehungen zu den alten Hockeyfreunden gepflegt.


Ab 1995 engagierte sich Frieder Graab in der Jugendarbeit und nahm mit einer neu gegründeten Mädchenmannschaft erstmals an der Hallenpunkterunde teil. Dabei konnte auf Anhieb ein ausgeglichenes Punktekonto erspielt werden.
Diese Mannschaft nahm bis zum Jahr 2000 am Spielbetrieb des Hockeyverbandes Baden-Württemberg teil, musste dann aber mangels Spielerinnen den Wettkampfsport in Offenburg einstellen. Teilweise gingen die Spielerinnen dann in anderen Vereinen dem Hockeysport weiterhin nach. Die Jungs um Klaus Schlotter spielten ebenfalls um Punkte und konnten in dieser Zeit insgesamt auf ausgeglichene Erfolge zurückblicken.


Harry Hölzer kümmerte sich um den allerkleinsten Hockeynachwuchs, während Christian Kohberger als Trainer der Herrenmannschaft die Hallensaison mit einem dritten Platz abschließen konnte. Außer den Senioren (ab 32 Jahre) nahm 1996/1997 wieder eine Alte-Herren-Mannschaft (ab 42 Jahre) an der Punkterunde teil, und man konnte in dieser Mannschaft Spieler sehen, die schon vor 40 Jahre zuvor mit dem Hockeysport begonnen hatten.


Im Frühjahr 1999 löste Harry Hölzer den inzwischen im bayerischen Weissenburg lebenden Christian Krause an der Spitze der Hockeyabteilung ab, welcher der Abteilung auch heute noch vorsteht. Unterstützt wird er durch Walter Gloor, der seit 1977 als Sportwart für den Spielbetrieb der Hockeyabteilung zuständig ist.


Im Jahre 2002 musste die damalige Herrenmannschaft, bedingt durch berufs- und ausbildungsbedingte Umzüge einiger Spieler den Punktespielbetrieb einstellen, und damit war klar, dass nur eine noch intensivere Jugendarbeit den Fortbestand der Hockeyabteilung gewähren konnte.


Dies wurde auch getan, und unter der Leitung von Frieder Graab, Peter Huber und Harry Hölzer nahmen Knaben- und Jugendmannschaften, wenn am Anfang auch noch teilweise außer Konkurrenz, an den Meisterschaften des HBW teil.
Die Krönung dieser inzwischen als erfolgreich zu bezeichnenden Jugendarbeit war in der vergangenen Hallenrunde der 2. Platz in der B-Jugend-Pokalrunde des Hockeyverbandes Baden-Württemberg.


Durch die Anlage eines Kunstrasenspielfeldes im heimatlichen Karl-Heinrich-Schaible-Stadion erhofft sich die Hockeyabteilung in der Zukunft erhöhten Zuspruch an interessiertem Nachwuchs und vor allen Dingen auch qualitative Steigerung im spielerischen Bereich durch die deutlich verbesserten Trainingsbedingungen.


Die Zeichen sind gesetzt, und für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass durch die gute und gezielte Jugendarbeit auch wieder Aktivenmannschaften am Spielbetrieb teilnehmen können, und die Hockeyabteilung dann im Jahr 2009 ihr 90-jähriges und 10 Jahre später das 100-jährige Jubiläum feiern kann.

Sponsoren

Kontakt

Markus Mühl
1. Vorstand (kommissarisch)

Mobil: +49 (0) 173 2087395

 vorstand@hockey-offenburg.de

 
Ruth Schwencke
Jugendwartin

Telefon: +49 (0) 781 2842359

 jugend@hockey-offenburg.de


Markus Mühl
Förderverein Hockeysport in Offenburg e.V.

Mobil: +49 (0) 173 2087395
foerderverein@hockey-offenburg.de

 

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Abteilung Hockey

 

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